Erfolgreiche medizinische Fachkongresse der Herzchirurgen und Kinderkardiologen in Leipzig

Unter dem Motto „Mit Herz und Leidenschaft“ fanden im Februar die Jahrestagungen der Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. (DGTHG) und der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie e.V. (DGPK) im Congress Center Leipzig statt.

Die beiden Tagungspräsidenten Professor Christian Schlensak, DGTHG, und Professor Thomas Paul, DGPK, erklärten: „Wir haben den Anspruch, herzkranke Patienten in allen Lebensphasen zu beraten, zu betreuen und zu behandeln. Der Schulterschluss der beiden Fachgesellschaften für die bestmögliche herzmedizinische Versorgung zeigt sich in den gleichzeitigen wissenschaftlichen Jahrestagungen und dem klaren Bekenntnis zum interdisziplinären Austausch und zu dem Erfolg der Kooperation.“

Als fachgebiets- und berufsgruppenübergreifender herz-medizinischer Kongress nahmen 2017 rund 2.000 nationale und internationale Teilnehmer aus den Fachgebieten Herzchirurgie, Kinderkardiologie, Kardiologie, Anästhesie und der Kardiotechnik ebenso teil wie Gesundheits- und Krankenpflegekräfte, medizinisches Assistenzpersonal sowie Medizinstudenten. „Diese gelebte Herzmedizin, zu denen obligat mehrere Berufsgruppen gehören, zeigt, welche personelle Komplexität vielfältige Therapieoptionen benötigen, und dass interdisziplinäre Therapie-verfahren im Team umgesetzt werden müssen. Gemeinsam machen wir uns für die bestmögliche Patientenversorgung stark“, so die beiden Kongresspräsidenten weiter.

Die Intention der jährlich stattfindenden Kongresse ist es, Publikationen und Präsentationen der neuesten Erkenntnisse sowie wissenschaftliche Ergebnisse aus der Herzmedizin vor- und Innovationen bzw. Therapieentwicklungen der Herzmedizin darzustellen. 

Thematisch im Mittelpunkt standen aus herzchirurgischer Sicht der Blick auf den langfristigen Erfolg der Therapiestrategien sowie der Ergebnisse für die Patienten, die konsequente Implementierung geltender Leitlinien sowie die Etablierung interdisziplinärer Herz-Team-Strukturen bei der evidenzbasierten Patientenbehandlung. Die Entscheidung im Herz-Team zeigt sich insbesondere bei der Behandlung herzchirurgischer und kinderkardiologischer Versorgung von Früh- und Neugeborenen, Säuglingen, Kindern und jungen Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern. Da Dank der herzmedizinischen Versorgung und erfolgreichen Kooperation heute ca. 90 Prozent der Kinder mit einem angeborenen Herzfehler (EMAH) das Erwachsenenalter erreichen, liegt aktuell die Anzahl der EMAH in Deutschland bei ca. 300.000, Tendenz steigend. Neue und weiterentwickelte Operationsmöglichkeiten können in diesem Bereich auch durch die speziell technisch ausgestatteten Hybrid-Operationssäle inkl. intraprozeduraler Bildgebung, realisiert werden.

Weitere Themeninhalte waren die Behandlungsoptionen und -verfahren der koronaren Herzerkrankung, erworbener Herzklappenerkrankung mit Fokussierung auf die Chirurgie der Trikuspidalklappe, die kathetergestützten Herzklappenverfahren, sowie den neuen Therapieoptionen bei Herzklappenendokarditiden. Wie die innovativen Behandlungsstrategien chronischer Aortendissektionen aussehen, und welche Methode in Falle von Aortenaneurysmata in Frage kommen, wurde ebenfalls durch neueste wissenschaftlichen Erkenntnissen verdeutlicht. 

Die Nachwuchsförderung war ein weiteres großes Anliegen der beiden viertätigen medizinischen Fachveranstaltungen, welche sich im Kontext auch als Präsentationsforum für Nachwuchswissenschaftler versteht. Im eigens eingerichteten Trainingszentrum fanden strukturierte, praktische Kurse, u.a. für Ärzte während und nach der Facharztweiterbildung sowie Studenten, statt. Hierzu gehörten auch Kurse zu unterschiedlichsten Operationstechniken, die von Assistenzärzten in der Facharztweiterbildung oder Fachärzten im Rahmen der Fortbildung dem Trainings-Village absolviert werden konnten.

Im Rahmen des DGTHG-Kongresses wurden ebenfalls besondere Forschungsleistungen der Herzmedizin gewürdigt. Die DGTHG verlieh wissenschaftliche Preise und Stipendien an Mediziner und Wissenschaftler aus ganz Deutschland. Ebenfalls während des Kongresses wählte die DGTHG-Mitgliederversammlung Prof. Anno Diegeler zum ersten Vizepräsidenten. Privatdozent Wolfgang Harringer übernahm das Präsidentenamt von Professor Armin Welz und wird der Gesellschaft bis Februar 2019 vorsitzen.

Die nächsten orts- und zeitgleichen Jahrestagungen der Herzchirurgen und Kinderkardiologen finden vom 17. bis 20. Februar 2018 wiederum in Leipzig statt. Informationen finden Interessierte unter www.dgthg.de/de/jahrestagung


Die Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V. (DGTHG) mit Sitz in Berlin ist eine gemeinnützige, wissenschaftliche, medizinische Fachgesellschaft, deren Ziele u.a. der Förderung der Wissenschaft und Weiterentwicklung von Therapien auf dem Gebiet der Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie sind. Zu den weiteren Hauptaufgaben zählen die Durchführung von Weiter- und Fortbildungsprogrammen, Erstellung medizinischer Leitlinien, Förderung von Nachwuchskräften und die Ausrichtung medizinischer Fachtagungen. Als Vertretung der über 1.000 in Deutschland tätigen und in der DGTHG organisierten Thorax-, Herz- und Kardiovaskularchirurgen stehen die Verantwortlichen der Fachgesellschaft für einen Dialog mit der Öffentlichkeit, Politik und Wirtschaft zur Verfügung.

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Weitere Informationen unter www.dgthg.de

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